Adobes Flash-Technologie sorgt nicht zuletzt durch Apples Boykott auf dem iPhone und iPad für heftige Diskussionen. Die Technologie sei veraltet und ein Ressourcen-Fresser, wie Steve Jobs zitiert wird. Mit einem Firefox-Absturz-Schutz für Flash und andere Plug-ins wie Quicktime und Silverlight schüttet nun auch indirek Mozilla Öl ins Feuer, das die Technologie als häufige Browser-Fehlerquelle in Schach halten will. Indessen sagen auch immer mehr Webexperten das Ende von Flash voraus.
Als Ersatz HTML5
“Flash wird sterben – wenn auch noch nicht sofort. Die Eigenschaften, die Flash für Webentwickler unumgänglich machten, werden durch die HTML5-Fähigkeiten moderner Browser überflüssig” erklärt Haymo Meran, Director of Product Experience des CMS- und Portalherstellers Gentics gentics.com, im Gespräch mit pressetext. Schon heute würden die in den Browsern integrierten hochwertigen Javascript-Engines sowie die durch SVG und Canvas gebotenen Möglichkeiten einen Großteil der mittels Flash gelösten Aufgaben übernehmen können, so Meran.
Dass Flash neben sicherheitstechnischen Bedenken auch in der Performance zu Problemen führen kann, ist unter Webentwicklern längst kein Geheimnis mehr. “Bei schlechter Programmierung kann Flash nicht nur einen Browser, sondern ein ganzes System in die Knie zwingen, eben weil die Technologie in der Lage ist, sehr viele Aufgaben zu bewältigen”, erklärt Meran. Von daher sei es nur begrüßenswert, wenn Mozilla eine Vorrichtung implementiere, die etwaige Probleme isoliere und User so vor Abstürzen schütze.
Plug-in-Schutz von Mozilla
Der unter dem Projektnamen Lorentz entwickelte Plug-in-Schutz ist seit April 2010 in der veröffentlichten Beta-Version 3.6.4 von Firefox inkludiert. Chrome und Safari adressieren das Problem, indem sie geöffnete Tabs als eigene Threads laufen lassen. Führt eine Webapplikation bzw. eine Webseite zum Absturz, ist nur das jeweilige Tab betroffen.
Quelle: pressetext.de












































