Spyware, Malware und betrügerische Mails
Montag, Juli 20th, 2009 | Autor: Didi Skolaut

Angaben der Security Firma Cyberoam zufolge besinnen sich Cyberkriminelle wieder zunehmend auf “traditionelle” Methoden: eMails waren beispielsweise im zweiten Quartal 2009 eine der wichtigsten Methoden zur Malwareverbreitung. Auch bei Spam setzten die Urheber verstärkt auf bewährte Methoden und verhalfen Image Spam zu einer Wiederbelebung. In den Jahren 2007 bis 2009 setzten Cyberkriminelle oft auf USB-Sticks und andere ausgefeilte Methoden, um Malware in Unternehmen zu verbreiten. Gleichzeitig war hingegen der Anteil von schädlichen eMails eher gering.
Im ersten Halbjahr 2009 konzentrierten sich die Versender von Betrugs- und Spam-eMails besonders auf die Verifikation von eMail-Nachrichten. Die Firma Cyberoam identifizierte einige Wellen von Spam eMails, die per Zufalls Prinzip Textbausteine zu aktuellen Themen des Tagesgeschehens kombinierten, um auf diese Weise Spam-Filter besser passieren und die Echtheit der entsprechenden Adresse belegen zu können. Beliebte Themen für diese Bausteine waren u.a. die Wirtschaftskrise, die Schweinegrippe und auch der Tod von Michael Jackson.

Auf ausgefeilte Variationen bekannter Angriffsmethoden setzten die Angreifer auch beim Phishing. Ein Beispiel hierfür sind versteckte bzw. getarnte Umleitungen, die manipulierten Code auf harmlosen Webseiten verbergen, die sie dafür extra gekapert haben. Durch das raffinierte Verbergen des Schadcodes können normale URL-Filter, die den Anwender eigentlich vor solchen Tarn-Links schützen sollen umgangen werden.

Immer weiter verfeinerte Angriffsmethoden führen dazu, dass auch Betriebssysteme die als recht sicher gelten zunehmend gefährdet sind.

Harish Chib, Vice President New Business Development bei Cyberoam sagt zu dieser Entwicklung: “Die Cyberkriminalität ist Erwachsen geworden. Die Methoden, die wir in den letzten Monaten beobachtet haben, sind nicht grundsätzlich innovativ aber wirkungsvoll. Letztendlich gehe es immer darum, Anwender zu Fehlverhalten zu verleiten, ganz egal ob durch den Download einer schädlichen Datei oder die Eingabe wichtiger Daten. Um ein entsprechend hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten, sollten Unternehmen daher auf eine Kombination aus Netzwerküberwachung und Antivirussoftware setzen.”

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