eMail-Nutzer fühlen sich genervt von Abkürzungen und Ketten-Nachrichten. Wie eine Umfrage von Yahoo Deutschland zeigt, kommen sogenannte Akronyme wie LOL oder ROFL bei vielen deutschen Usern sehr schlecht an und werden als störend empfunden. Sowohl beim privaten (40 Prozent) als auch beim beruflichen (34 Prozent) eMail-Gebrauch werden laut der Umfrage Abkürzungen (z.B. LOL, ROFL, …) als nervend empfunden. Auf noch mehr Ablehnung stossen Rund- bzw. Ketten-Mails. 64 Prozent (privat) bzw. 45 Prozent (beruflich) der Nutzer reagieren äusserst empfindlich auf solche elektronische Post.
Ebenfalls unbeliebt sind endlose eMails, bei denen sich eine Antwort an die nächste reiht sowie ungefragt weitergeleitete Nachrichten und falsche Rechtschreibung. “Gerade in der privaten Korrespondenz sind die Nutzer weniger tolerant als in der beruflichen. Das hat aber bestimmt auch damit zu tun, dass beispielsweise Ketten-Mails eher privat verschickt werden”, erläutert Andreas Krawczyk, Chefredakteur bei Yahoo Deutschland, gegenüber pressetext. Es gebe aber auch typische Gewohnheiten in der Situation am Arbeitsplatz. “Daher rangieren die Punkte Rechtschreibung und fehlende Anrede im Beruf auch auf höheren Plätzen als im Privaten”, so Krawczyk.
Wie ebenfalls aus der Umfrage hervorgeht, legt die Mehrheit grossen Wert auf die Wahrung von Privatsphäre. Zumindest eigenen Aussagen nach haben 81 Prozent der befragten eMail-Nutzer noch nie in fremden Postfächern geschnüffelt. Nur 16 geben zu, schon in fremden privaten eMails gestöbert zu haben – etwa beim Partner oder bei Familienmitgliedern. “Einerseits spielt bei solchen Fragen soziale Erwünschtheit immer eine Rolle, auf der anderen Seite sind Online-Umfragen wie diese aber auch anonym”, meint Krawczyk. Es sei nachgewiesen, dass ein Grossteil unter diesen Bedingungen ehrlich antworte. Weniger Hemmungen bestehen jedenfalls bei anderen Kommunikationsmitteln. Wobei mit 41 Prozent die wenigsten Hemmungen bestehen, einen Blick auf eine nicht an sie adressierte Postkarte zu werfen. 31 Prozent würden fremde SMS lesen.
Im Umgang mit elektronischer Post sollten wie auch in der realen Kommunikation gewisse Standards und Regeln eingehalten werden, kommentiert Krawczyk die Ergebnisse. “Eine der Gefahren ist auch, zu schnell auf den Senden-Button zu drücken.
Quelle: pressetext.de

